Dienstag, 19. September 2017

/. ein Neuanfang





ein Neuanfang. abermals. Mitte dreissig, drei kinder und zwei gescheiterte Ehen. keine Frau, wünscht sich so etwas. und doch, ist es Tatsache. nichts schlägt so hart zu, wie das Leben. oder wie heisst es noch gleich? "am Ende wird alles gut. wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende"... Zitat Oscar Wilde.

leider habe ich nicht mal, das unvergleichlich grosse Glück, liebevolle Eltern, oder sonst wie Familie, hinter mir stehen. auch kein Freundkreis, oder sonstoge Bekannschaften, Kameraden oder Kollegen. nein, Mitleid ist es, was ich möchte, oder brauche. lediglich mal aufzeigen, dass es auch so etwas gibt, auf der Welt. trotz (der vllt. gerade deshalb?) Vernetzung und Mögligkeiten, ohnegleichen, gibt es mit Sicherheit noch so manche mehr, die wie ich in einer solchen Spirale, aus Isolation, Einsamkeit, Trauer und tagtäglichen Kampf, ums - ja, ich kann es tatsächlich nicht anders beschreiben - ums nackte Überleben! zugegeben, am Hungertich Nähe ich tatsächlich noch nicht, trotz massiver Geldnot und - aus gesundheitlichen Gründen - momentan auch keinerlei Perpesktive, auf Verändeung, dieser miserablen Situation.

ja, so kann es wahrhaftig sein. ausgesucht, habe ich mir das auch nicht. wenn es auch natürlich was für sich hat, abermals von ganz vorn beginnen zu müssen/können und sich, zur Abwechslung mal, tatsächlich allein durchbeissen  zu müssen... aber, will man dass denn so wirklich? kann man dem, tatsächlich etwas Positives abgewinnen, am Rande der Gesellschaft stehend, so ziemlich alles verloren zu haben und - für mich persöblich, im Grunde das absolut vernichtendenste, - ohne Aussicht, auf ein "Lichtlein", am Ende des berüchtigten Tunnels?

wenn das Leben uns zusetzt und wir weder ein noch aus wissen, woher nehmen wir die Kraft und die Einsicht, um unserem Leben eine neue Perspektive zu geben?

die Ressourcen der Seele, sind vielfältig, wenn man ihr den nötigen Raum gibt und innehält, damit sich die Kräfte eines Erlebnisses  tatsächlich entfalten können.
ob in der wundersamen Vermehrung, des geschenkten Vertrauens, in der zerknirschenden Vergewisserung der Selbsterkenntnis, die vielfältig vorhandenen Ressourcen der Seele, sind es, die einen letztlich weitermachen lassen. die einem die nötige Zuversicht und Weisheit geben, dem zu folgen und auf das zu vertrauen, was auch immer kommen mag... 
[Auszug aus einem kürzlich gekauften Buch; "Leben ist Liebe", vom .... Verlag]

nichts wirklich Neues, für mich. und, meinetwegen. es klingt schon etwas abgedroschen und realitätsfern - und tatsächlich, waren/sind es nicht, die vielen Stunden auf der berühmt-berüchtigten Couch, die mich selbst zu solchen Erkenntnissen gebracht haben. dies kommt vielmehr aus mir selbst heraus. es sind die vielen kleinen wie großen Erlebnisse, auf meiner ganz eigenen Reise, bzw., während der Entwick(e)lung zu dem Menschen, welcher ich heute bin. es sind die nötigen Prozesse, die jeder durchmacht im Leben, die einen wachsen lassen, reifen und vielleicht stärker, oder jedenfalls ein ganzes Stück weiser machen. 

dem aktuell Erlebten, den nötigen Raum geben, sich in Zeit und Geduld zu üben, so schwer und langwierig es auch immer ist, es ist im Grunde ganz einfach - entweder, ich lasse mich darauf ein, lerne daraus und nehme immer etwas mit, dass mich, für das nächste Stück der Reise, weiter machen lässt, oder aber, ich gebe gleich auf. bleibe liegen. und damit stehen. und nichts entwickelt sich weiter... wenn doch nur so einfach wäre, wie es sich liest und schreibt.

ich bin leider schon zu lange "stehen gebleiben". trete immer nur auf der Stelle. strampel mich ab. und egal was ich tue oder lasse, es scheint nie vorwärts zu gehen. und wenn, dann nur sehr langsam und kaum wahrnehmbar. 



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