Sonntag, 27. August 2017

//. E N T W I C K (E) L U N G





tja, wie das manchmal/oft/immer (bei mir) so ist, fällt es einem ganz plötzlich auf, was man im Grunde, schon immer wusste, oder spürte. und es macht auf einmal alles Sinn. in meinem konkreten Fall, erlebte ich soeben eine Situation, die mich an meine ganz eigene Vergangenheit erinnerte. 

es führte mir ganz bewusst vor Augen, was ich meinem "Herzensmenschem," damals, alles zugemutet habe. wieviel Verantwortung er meinetwegen hat tragen müssen... für uns alle. fünf Menschen. klein, wie gross. und das alles, aus Liebe, wie er immer zu sagen pflegte. dabei war es bereits 'zuviel', als es begann...

meine Abhängigkeit, meine Suchterkrankung, meine labile und über-/hochsensible Seele, die bereits zerbrochen war, als wir uns begegneten - wieder begegneten, um genau zu sein. 

war es schon zum Scheitern verurteilt, als wir zusammen kamen, eine Familie gründeten und ein Zuhause schafften? weil ich mit mir und meinem Leben, nicht zurecht kam? obwohl ich zeitgleich, doch so so glücklich, so wahnsinnig glücklich war, wie nie zuvor, in meinem Leben...?! 

noch immer, quält mich diese Frage. diesen vielen Fragen. Tag für Tag. es hört nicht auf. es wird erträglich, allmählich, ja. aber Antworten, finde ich trotzdem kaum. ich über-lebe. ich lebe nicht wirklich. wie schon immer nicht. ein einziges Verdrängen, Vergessen und Überspielen, eben Überleben. mehr nicht. 


dass, was ich nun lerne, ist Verantwortung, für mich selbst zu übernehemen. die Einsamkeit auszuhalten. es aus der Isolation heraus zu schaffen, trotz der vielen Sorgen, Ängste und der "Baustellen", die es zeitgleich auch noch gilt, in den Griff zu bekommen, wenigstens anzugehen und zu versuchen, Stück für Stück, mit dem Aufzuräumen, was so belastet, so sehr quält und einem die Lebenskraft raubt... 

ich denke immer wieder, dass kann kein Mensch schaffen! DU doch erst Recht nicht! alleine? wie dass? mehr schlecht, als Recht. 

ich bin es selbst so leid, permanent nur dass sehen und fühlen zu können, was eben alle Kräfte raubt und mich hilflos machen, ziellos, perspektivlos, wir auch immer man es nennen mag. 

es ist das schlimmste, für mich jedenfalls, dass ich, obwohl körperlich gesund, Mama dreier wundervollen Kinder bin, nicht auf den Kopf gefallen und im tiefsten inneren, ein richtiger Genussmensch und eine Träumerin bin - und dennoch, so wenig vom Leben abkriege, bzw. nicht mehr als dass jetzt, daraus machen zu können. gefühlt oder tatsächlich, was spielt denn dass für eine Rolle, wenn die Lebensqualität so sehr darunter leidet? 

ich wünsche mir nicht sehnlicher, ich erwarte nichts geringeres, vom Leben, als eine Chance bekommen zu können, mir mein Leben, ganz so erschaffen zu können, wie es mir gefällt. womit ich einigermaßen zufrieden sein kann. ist dass dann schon zu viel verlangt? ich weiss es nicht. 

ich möchte nicht jammern. das möchte ich wirklich nivht. ich sehen sehe wohl, was für ein unfassbar grosses Glück ich habe, einem Menschen, wie meinem Exmann begegnet sein, der mich ja vollstem Herzen geliebt hat und den ich aus tiefstem Herzen lieben konnte. uns mit diesen diese wundervollen Kinder zu bwkommen, eine ganz eigene kleine Großfamilie 
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