Sonntag, 9. Juli 2017

/. f a m i l i e


ich habe nichts anderes, als dazugehören wollen. eine familie. eine gründen, zu einer dazugehören, ein Familienleben eben. mit allem was dazu gehört. mir sollte das alles verwehrt bleiben. oder nur für eine kurze Zeit jedenfalls. immer wiedrr, für eine kurze Zeit. als Kind, eine normale Kindheit verlebt, als angeheiratete in die Familie meines ersten Ehemannes und die zeitgleiche Gründung, unserer kleinen Familie. und schliesslich, mit dem Herzmenschen meines Lebens, diese kleine Familie erweitert und zu einer kleinen-grossen Familie werden lassen und, mit der Heirat, schliesslich auch, in die seine eingeheiratet und mich dazugehörig gefühlt. 

zum ersten Mal in meinem Leben, hat alles gepasst. der Mann meiner Träume, von dem ich fast glaubte, dass es ihn nie geben wird, die Wunschkinder nach denen ich mich sehnte und die wundertollen Menschen, die fortan zu meinem Leben dazugehörten, als sei es schon immer so gewesen. fehlte bislang, immerzu ein Puzzleteil, hat es endlich einmal ganz angefühlt, richtig uns stimmig. ich war, zumindest für kurze Zeit, die glücklichste Frau der Welt. klingt filmreif? so war es auch, damals. wie im Märchen. ala Rosemunder Pilcher.

es sollte bloss nicht lange währen. schon sehr bald, wurde ich kränker und kränker. und immer weniger lebensfroh und mutig. ich verschwand, Stück für Stück. von Phase zu Phase. unaufhaltsam. nichts und niemand sollte daran etwas ändern können. auch ich nicht. gerade ich nicht. 

und somit, wurde alles was mich ausmachte, was mich mit dieser Erde, dieser unserer Welt, verband, immer weniger und weniger. ich konnte nichts davon festhalten. nichts dagegen tun, dass ich mich aufzulösen zu drohte. natürlich verlor nicht ich allein. die, die am meisten dabei einstecken mussten und müssen, sind und bleiben: die Kinder. 

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